Am 22. Mai ist der Internationale Tag der Biodiversität. Dabei geht es nicht einfach um Naturschutz. Denn Biodiversität ist ein Produktionsfaktor.
Rund 80 Prozent aller Nutzpflanzen sind auf Bestäuber angewiesen. Wer Insektenpopulationen durch Pestizide dezimiert, gefährdet die biologische Grundlage seiner eigenen Ernte. Wer dagegen auf chemisch-synthetische Pestizide verzichtet, Blühstreifen anlegt und Fruchtfolgen plant, investiert in Ertragssicherheit.
Im Ökolandbau ist Biodiversität deshalb nicht nur Haltungsfrage, sondern ein Beitrag zur Versorgungssicherheit.
Wusstet ihr, dass auf ökologisch bewirtschafteten Flächen bis zu 35 Prozent mehr Wildbienenarten vorkommen als auf konventionellen? Und bis zu 26 Prozent mehr blütenbesuchende Insekten insgesamt. (Quellen: FiBL 2020; Thünen Report 65)
Das zeigt den Unterschied zwischen zwei Anbausystemen. Wer Bio kauft, kauft nicht nur ein Produkt aus pestizidfreiem Anbau. Er oder sie unterstützt ein System, das Lebensräume aktiv erhält — durch Fruchtfolgen, den Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und eine Bodenbearbeitung, die das Bodenleben fördert, statt zerstört.
19.5.2026