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Schonend kalt gepresst in Franken: Lernt Familie Weinmann und ihre Ölmühle kennen

Reinhardt und Martina Weinmann

Liebe Leute,

einige unserer Partnerbetriebe haben wir euch in den vergangenen Monaten bei unserer Heimathelden-Aktion vorgestellt. Doch es gibt noch viel mehr Menschen in unserer Region, die sich mit Herzblut und Leidenschaft für eine ökologische Landwirtschaft einsetzen. Mit rund 40 regionalen Bio-Erzeuger*innen arbeiten wir zusammen. Wir wollen euch zeigen, wer die Menschen hinter den Produkten sind. Deshalb werden wir euch künftig jeden Monat einen unserer Heimathelden vorstellen.

Im Februar ist das Familie Weinmann aus Kaubenheim bei Ipsheim. Bereits in der vierten Generation wird der Weinmannshof von der Familie Weinmann geführt. Aktuell arbeiten dabei zwei Generationen zusammen: Stephan und seine Frau Larissa Weinmann gemeinsam mit Stephans Eltern, Reinhardt und Martina Weinmann.

Seit 2006 betreibt die Familie bereits eine eigene Ölmühle, die 2018 umgebaut und erweitert wurde. Die Öle werden schonend und kalt gepresst. So wird verhindert, dass wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen. Mit der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft im Jahr 2017 wurde die langjährige Milchkuhhaltung aufgegeben, stattdessen zogen Bio-Legehennen auf den Hof.

Und auch die Auswahl an Ölen wurde erweitert: Inzwischen gibt es vom Weinmannshof neben biologischem Raps- und -Sonnenblumenöl auch Lein- sowie Leindotteröl. Die dafür benötigten Saaten baut die Familie selbst an, lediglich der Raps wird von einem Demeter-Betrieb aus der Region zugekauft.

Leindotter: alte Kulturpflanze neu entdeckt

Eine besondere Rolle spielt der Leindotter – eine alte, lange in Vergessenheit geratene Kulturpflanze. Im Ackerbau wird sie häufig als Untersaat eingesetzt, da sie den Boden schnell bedeckt und so Unkraut unterdrückt. Den Geschmack beschreibt Martina Weinmann als grasig, und damit ganz anders als den von Leinöl. Ähnlich bei beiden ist aber das Omega-3- und Omega-6-Fettsäure-Verhältnis und damit ist Leindotteröl eine gute Alternative für Menschen, die auf die Vorzüge von Leinöl nicht verzichten wollen, aber den Geschmack nicht mögen. Zudem ist Leindotteröl etwas länger haltbar.

Leinöl wird hauptsächlich über Müsli oder morgens pur ein Löffel gegessen, Leindotteröl ist auch lecker als Salatöl. Beide sind nicht dazu geeignet, erhitzt zu werden. Sie sollten im Gegenteil kühl gelagert werden – unabhängig davon, ob sie bereits geöffnet wurden oder nicht. Das Rapsöl hingegen verträgt bis zu 180° und das Sonnenblumenöl ist dank einer speziellen Sorte sogar bis zu 200° Grad erhitzbar.

Herzliche Grüße,
euer Baumannshof

5.2.2026