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Sommer auf dem Teller und jede Woche ein bisschen Region mehr

KI generiert: Ein Teller mit Spargel-Erdbeer-Salat und Walnüssen. Frische Erdbeeren und Kartoffeln im Hintergrund.
Mangold Ernte

Liebe Leute,

wenn man aktuell unsere Packhalle betritt, sieht man sofort: Der Sommer nimmt Fahrt auf. Woche für Woche wird die regionale Vielfalt größer. Jetzt beginnt wieder die Phase, in der man schmeckt, was Regionalität eigentlich bedeutet. Kurze Wege. Frische, die nicht tagelang unterwegs war. Produkte, die von Menschen kommen, die wir persönlich kennen. Und Gemüse, das nach Sonne und Boden schmeckt.

Habt ihr schon mal Spargel von zwei verschiedenen Höfen probiert und euch gefragt, warum der eine so viel intensiver schmeckt? Die Antwort liegt unter der Erde.

Spargelpflanzen wachsen zehn Jahre auf demselben Boden. Was dieser Boden enthält — seine Zusammensetzung, sein Leben, seine Geschichte — landet direkt in der Stange. Bio-Betriebe pflegen diesen Boden aktiv, mit organischem Dünger, schonender Bearbeitung, ohne synthetische Eingriffe. Das Ergebnis ist ein Spargel, aus dem man die Region herausschmeckt. So schmeckt Spargel vom sandigen Niederrhein anders als Spargel aus bayerischen Lehmböden.

Die Spargelsaison läuft bereits ihrem Höhepunkt entgegen, denn geerntet wird nur bis zum Johannistag am 24. Juni. Gerade deshalb heißt es jetzt: nochmal bewusst genießen.

Auch der „Spargel des kleinen Mannes“ verdient mehr Beachtung in der Küche, finden wir. Wir meinen hier Mangold. Den Beinamen trägt er, da die Stiele ähnlich wie Spargel zubereitet werden. Mangold ist aber auch als „Spinatersatz“ bekannt, da man seine Blätter wie Spinat kochen kann. Wir finden besonders schön, dass wir vom Mangold fast alles verwenden können. Die Blätter eignen sich wunderbar für Pfannengerichte, Quiches oder Pasta. Die Stiele könnt ihr dünn schneiden und wie Gemüse dünsten, anbraten oder grillen.

Und dann wären da natürlich noch frische Beeren. Bei Erdbeeren gibt es zum Beispiel viele Gründe, zu Bio zu greifen. Denn Erdbeeren gehören zu den am stärksten mit Pestiziden belasteten Früchten im konventionellen Anbau. Untersuchungen zeigen regelmäßig Mehrfachrückstände: bis zu zwölf verschiedene Wirkstoffe in einer einzigen Probe.

Im Bio-Anbau sind chemisch-synthetische Pestizide verboten. Aber Bio heißt bei Erdbeeren noch mehr. Konventionelle Sorten werden auf Optik und Transportfähigkeit gezüchtet, nicht primär auf Geschmack. Und: Bio-Erdbeeren müssen in echter Erde wachsen, Stellagenanbau in Kunststoffbehältern ist nicht erlaubt. Das schmeckt man halt, finden wir.

Wir wünschen euch eine genussvolle Woche! Danke, dass ihr regionale Landwirtschaft und ehrliches Bio-Handwerk für Woche unterstützt.

Herzliche Grüße
Claudia Kestler

29.5.2026