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Warum dieser Salat für eine bessere Welt steht

David Baumann beim Erzeugerbesuch in Italien beim Betrieb Cavalier Mellone.
Salatfeld von Caliere Mellone aus Italien
Herr Mellone bei einer Betriebsbesichtigung in Italien

Liebe Leute,

manchmal erzählen Lebensmittel mehr als nur etwas über Geschmack und Anbauart. Manchmal erzählen sie etwas darüber, wie wir miteinander wirtschaften wollen.

Nächste Woche liegen in euren Ökokisten Salate vom Betrieb Cavalier Mellone aus Italien. Ein beeindruckender Gemüsebetrieb, von dem wir im Winter unter anderem Babyspinat, Feldsalat, Kohlrabi und Salate beziehen. Im November war ich selbst vor Ort und habe mir den Betrieb angeschaut und Familie Mellone kennengelernt.

Warum wir euch das erzählen?

Weil Cavalier Mellone für uns ein gutes Beispiel dafür ist, was den Biohandel von den großen Handelskonzernen in Deutschland unterscheidet.

Während der Corona-Zeit – als Bio plötzlich wahnsinnig boomte – hat unser Großhändler Weiling kurzfristig deutlich mehr Ware abgerufen als ursprünglich geplant. Und Cavalier Mellone hat geliefert. Und zwar nicht, weil sie vertraglich mussten, sondern weil man sich kennt, vertraut und aufeinander verlässt. Der Betrieb hat dafür bewusst anderen Abnehmern abgesagt. Nicht aus Trotz – sondern weil sie gesagt haben: „Am liebsten arbeiten wir mit Weiling zusammen. Es ist persönlicher. Menschlicher. Verlässlicher.“

Ein weiterer Punkt, der für viele Landwirte entscheidend ist: Weiling zahlt schnell und zuverlässig – mit einem Zahlungsziel von sieben Tagen. Im konventionellen Handel sind zwei bis drei Monate eher der Standard. Für große Konzerne ein Rechenmodell: Sie sichern sich Liquidität und verdienen sogar noch daran. Die deutschen Handelsriesen können bei ihren Umsatzvolumen allein durch die kurzfristige Anlage dieses Geldes dreistellige Millionenbeträge an Zinsen pro Jahr erwirtschaften. Da muss man am eigentlichen Produkt wie dem Salat gar nicht mehr viel verdienen und trotzdem ist es ein lohnendes Geschäft. Nüchtern wirtschaftlich betrachtet ein Geniestreich. Der allerdings auf dem Rücken der landwirtschaftlichen Betriebe ausgetragen wird. Denn diese müssen die Zeitspanne wirtschaftlich überbrücken und geraten somit eher unter Druck.

Genau solche Unterschiede sind es, die man nicht sieht, wenn man nur auf den

Preis schaut. Aber sie entscheiden darüber, wie Landwirtschaft heute möglich ist – und morgen noch sein kann.

Wenn ihr also nächste Woche euren Salat aus der Kiste nehmt, dann wisst ihr: Dahinter steckt nicht nur Bio-Qualität, sondern auch eine Art des Wirtschaftens, die auf Beziehung, Fairness und Vertrauen basiert.

Und genau das wollen wir – gemeinsam mit euch – unterstützen.

Mit besten Grüßen aus der Abteilung für internationale Zusammenarbeit,
David Baumann

22.1.2026