Salatfeld
Kundenbrief & Aktuelles

Liebe Leute,

wir freuen uns, neue regionale Erzeuger bei uns begrüßen zu dürfen und damit unser Sortiment an Essigen erweitern zu können. Daniela und Roberto Rotella stellen „lebendigen“ Essig in ihrer Produktionsstätte in Großhaßlach bei Petersaurach her. In jedem einzelnen Fläschchen steckt zusätzlich zu den qualitativ hochwertigen Rohstoffen Köpfchen, Leidenschaft und Erfindergeist. Zudem gibt es eine weitere, wichtige Zutat im Herstellungsprozess: Zeit. In der Essigmanufaktur werden Gärungsessige, also nicht pasteurisierte, „lebendige“ Essige, im sogenannten Fesselverfahren direkt vor Ort hergestellt. Hierbei wandeln ihre fleißigen Helfer, die Essigsäurebakterien, in dauerhafter Schwerstarbeit den im Rot-, Weiß- & Apfelwein enthaltenen Alkohol in Säure um – 14 bis 21 Tage dauert dieser Prozess.

Weil die beiden aber mit einer Menge Kreativität gesegnet sind, ist hier natürlich noch nicht Schluss. 

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Um ihre „Basic“-Essige weiter zu veredeln, kommen neben gefriergetrockneten Früchten bisher auch getrocknete Kräuter, Tomaten & Pilze, Knoblauch sowie verschiedene Säfte zum Einsatz. Die Fruchtessige werden ebenfalls zeitaufwendig im Fesselverfahren hergestellt, um das Maximum an Geschmack herauszuholen. Bei den „Würze“-Essigen hingegen wird der volle Geschmack durch Mazeration, also das „Einlegen“ der geschmacksgebenden Zutaten in den jeweiligen Grundessig erreicht, was keinesfalls weniger Zeit in Anspruch nimmt.

Das wichtige Detail, dass es sich um „lebendigen“ Essig handelt, ist für den Endverbraucher nicht nur ein Qualitätsmerkmal. Es bedeutet auch, dass es nach dem Öffnen bei Licht- oder Luftkontakt zur Neubildung der sogenannten Essigmutter kommen kann. Das wird optisch durch gallertartige Schlieren in der Flasche bemerkbar, die einfach entfernt werden können. Um das zu Vermeiden ist eine dunkle, kühle Lagerung ideal.

Das Schönste an alledem ist: es ist noch kein Ende in Sicht. Mit viel Motivation wird an neuen Sorten gebastelt, über die Möglichkeiten des Bezuges regionaler Rohstoffe nachgedacht und die zukünftige Verwertung der Früchte- und Kräuter-„Überbleibsel“ geplant. Auch sozial möchten beide nicht inaktiv bleiben, sodass sie bereits einen Mitarbeiter mit Handicap angestellt haben, der im Befüllen und Etikettieren der Flaschen eine Aufgabe gefunden hat. 

Es ist unübersehbar, beim Betreten der Essigmanufaktur: Hier entsteht etwas mit viel Herz, das über die handwerkliche Produktion von feinem Bio-Essig hinausgeht, denn zusätzlich ist in jedem Fläschchen eine Portion Lebensfreude, die man schmecken kann!

Herzliche Grüße,

Tina Richter

Daniela und Roberto in ihrem Laden

Die Kohlumne: Wer Radieschen sät wird Rote Bete ernten

Eine Rote Bete Pflanze auf dem Acker

Habt ihr Zeit für ein bisschen Unsinn? Ihr wisst schon, jene verquere Situationen, die einem im Arbeitsalltag immer wieder begegnen und für die es einfach keine Erklärung gibt. Von ein paar dieser seltsamen Umstände habe ich letztes Jahr schon berichtet. Aus fünf Kisten Snackmöhren werden plötzlich zwei. Aus acht Kisten Spinat plötzlich achtzehn … naja.

Dieses Jahr gibt es ein neues spannendes Phänomen auf dem Baumannshof. Nennen wir es mal: Überraschungsgast. Bei einer kleinen Ackerbegehung mit dem Einkaufsteam bleibt Wolfgang an einem Beet stehen, öffnet das schützende Vlies und verkündet: „Hier sind die Radieschen.“

Ulrike betrachtet interessiert das, was da zwischen dem fleißigen Beikraut hervorspitzt und runzelt die Stirn. „Das sieht aber nicht wie Radieschen aus.“

Chef schaut genauer hin. „Das müssen aber Radieschen sein.“

„Wenn du mich fragst, sind das Rote Bete.“

Chef schaut noch genauer hin. „Das sieht wirklich so aus. Ich habe aber Radieschen gesät… das müssen Radieschen sein!“

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Wir haben der Natur ihren Lauf gelassen und geduldig gewartet, um zu sehen wer Recht hat. Um die Form zu wahren, sprechen wir fleißig weiter von Radieschen, auch wenn das große, glatte Blatt mit den weinroten Adern doch ganz deutlich „Rote Bete“ schreit. Aber wer weiß, vielleicht muss man das den kleinen Pflänzchen nur lange genug eintrichtern und es werden doch noch die kleinen scharfen Rüben. 

Wir machen das einfach wie folgt: Wenn ihr in ein paar Wochen im Shop den Artikel Radieschen Sorte „Red Joker“ seht, dann wisst ihr, dass das, was bei euch ankommt, zwar ein Radieschen sein sollte, aber vermutlich eine Rote Bete ist. Oder ihr entscheidet einfach selbst, wie ihr das, was auf den Teller kommt, nennen wollt. ;-)

An dieser Stelle bietet es sich vielleicht an, euch nochmal zu warnen. Wir auf dem Acker haben eine Menge Arbeit, gleichzeitig aber auch eine Menge Spaß und nicht alles, was den Weg in diese Kohlumne findet, ist immer ernst gemeint. Wir schreiben unseren krummen Humor der vielen Sonne und dem angeborenen Gärtnerwahn zu. Ihr müsst euch diesbezüglich keine Sorgen machen. Erst wenn in unserem Shop wirklich ein Radieschen „Red Joker“ auftaucht und ihr eine Rote Bete geliefert bekommt, wäre es vielleicht an der Zeit, freundlich bei uns nachzufragen, ob das Ackerteam noch alle Zinken am Rechen hat. 
 In diesem Sinne, frohes Mümmeln! Wir verkriechen uns mal wieder in den Kulturen! 

Eure Nina Kohlumna

Schnell gemixt: Saftige Sonne im Glas

Rezept: Saftige Sonne im Glas

Hol dir den Urlaub nach Hause und genieße die Sonne. Auch wenn sie gerade nicht scheinen sollte, bringt dir dieses Getränk die Sonne ins Glas. 

Einfach alle Zutaten mixen und genießen:

  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1 Glas Ananasstücke
  • 1 Banane
  • 1 Flasche Orangensaft oder Apfel-Mango-Saft

Alle Zutaten findest du in unserem Wochenangebot.

Aktion: #gemeinsamzukunftsäen

Saatguttütchen

Hast du die Blumensamen, die du vor ein paar Wochen in deiner Ökokiste gefunden hast, schon gesät? Dann schicke uns ein Bild davon oder poste Bilder deiner keimenden, sprießenden und natürlich blühenden Blumen auf Instagram und Facebook. Vielleicht sogar mit summenden Insekten? So machen wir gemeinsam aus vielen kleinen Bienenparadiesen ein großes! #gemeinsamzukunftsäen

Deutschlandweit wurden 70.000 Tütchen Saatgut verteilt. Das heißt: Wenn ihr mitmacht, euer Saatgut aussät, hegt und pflegt, können wir gemeinsam 35.000 Quadratmeter Bienenparadies schaffen. Lasst uns das anpacken und so ein Zeichen für mehr Artenvielfalt setzen!

Wochenrezept: Kohlrabischnitzel mit Möhren-Kartoffelkruste

Kohlrabischnitzel mit Möhren-Kartoffelkruste

Unser Kohlrabi auf dem Acker ist fleißig gewachsen und bereit zum Ernten. Die Knollen stecken voller Gesundheit: Kalium und Magnesium.

Kohlrabi eignet sich gut als Rohkost, aber auch als Schnitzel macht er einiges her. Die Möhren-Kartoffelkruste verleiht ihm nochmal etwas Besonderes. Übrigens können auch die Blätter gegessen werden, zum Beispiel als Pesto, gekocht wie Spinat, in Suppen oder fein geschnitten als Würze.

Hier gehts zum Wochenrezept