Kundenbrief

Liebe Leute,

Liebe Leute,

es gibt eine Innovation: die blaue Kiste – eine Thermokiste, dessen Einführung alle Kunden betrifft. Eine Mail habt ihr dazu schon Anfang dieser Woche bekommen. Einsparung von Verpackungsmüll, geschlossene Kühlketten und nachhaltige Prozessoptimierung beim Packen und Liefern möchte ich nur im Nebensatz erwähnen, Fakten die wichtig sind:

  • Ab 15. März wird das Zusatzsortiment (alles außer Obst & Gemüse) in den blauen Kisten ausgeliefert
  • Die grünen Kisten (für Obst & Gemüse) bleiben bestehen
  • Das Kistenpfand wird um 10 € angehoben und ab dem 15. März mit der nächsten Lieferung abgebucht
  • Erworbene Isoboxen für die grünen Kisten können und sollen weiterhin genutzt werden
  • Bei Lieferung bitte immer ALLE Kisten zurückgeben – ich weiß, sie sind praktisch, aber wir sind auf sie angewiesen

Jeder Kiste liegt bzw. lag, vergangene und kommende Woche ein Infoblatt bei, in dem weitere Details und Hintergründe zur den blauen Kisten ausformuliert sind.

Soweit zu den harten Fakten.

Gedanklich gehen wir jetzt, vorbei an wunderbar frühlingshaften Osterglöckchen und Krokussen, auf unser sonnenbeschienenes Feld neben Egenhausen und freuen uns mit Wolfgang Baumann darüber, dass es endlich Zeit für die ersten Ackerarbeiten ist. Detailverliebt und mutig schraubt er an Maschinen, Möglichkeiten der Bodenaufbereitung und überlegt sich was, wann, wo und wie angebaut wird.
„Jedes Jahr etwas Neues“ – das braucht der kreative Geist unseres Chefs. Ohne Innovationsgeist und Mut zu Neuem gäbe es den Baumannshof, so wie wir ihn heute kennen, mit Sicherheit nicht.

Was es auch schon lange nicht mehr gab: Fisch! Bis zum 17.03 könnt ihr geräucherte Regenbogenforellen und Bachsaiblinge vorbestellen. Das sind nicht irgendwelche geräucherten Industriefische, sondern im liebevollen Handwerk, mit echten Gewürzen (keine Flüssigwürze) und 3 km von der Quelle im Naturpark Oberpfälzer Wald biologisch aufgezogene Tiere. Familie Kraus kümmert sich seit Generationen um das Gasthaus „Weiherblasch“ und die eigene Fischwirtschaft. Geheimtipp!

Herzliche Grüße aus Egenhausen

Stefan Herbolzheimer

Rezepte der Woche

Liebe KöchInnen,

heute gibt es ein wärmendes Gericht aus klassischen „Winterzutaten“ für den, hoffentlich letzten, Kälteeinbruch.

Kohlrabi und Lauch passen super zusammen: Das quasi fettfreie Gemüse wird mit Sahne verfeinert. Diese bietet dem Geschmack eine herzhafte Bühne und die fettlöslichen Vitamine werden zugänglich. Antioxidativ, gut sättigend, Vitamin- und Mineralreich sind sowohl Lauch als auch Kohlrabi. Gut zum Entschlacken und Entgiften und vor allem von gar nicht weit her kommen die Gemüsesorten. Die verschiedenen Teile des Gemüses verwenden wir ein bisschen anders. Du kannst aber auch nach Herzenslust alles in einen Topf geben und den Umweg über das Frittieren weg lassen.

Der panierte Feta liefert Kohlenhydrate, Energie und Eiweiß für kalte Stunden. Der schwarze Rettich wirkt mit seinen enthaltenen Senfölen (die auch im Kohlrabi vorkommen) gesundheitsfördernd und ist super schnell gemacht. Die Wurzelknolle bringt eine angenehme Frische, ist äußerst dekorativ und kommt aus eigener Landwirtschaft.

Die grünen Blätter vom Kohlrabi und Lauchgrün werden frittiert. So verwerten wir alles an Gemüse und haben einen dekorativen Knuspersnack, der auch von der (Kinder-) Hand in den Mund schmeckt. Auch am Sofa ;)

Gutes Gelingen und viel Spaß beim Nachkochen wünscht euch Stefan Herbolzheimer

Feta Nuggets, gerahmtes Kohlrabi Lauch Gemüse, schwarzer Rettich

  • 1 Knolle Kohlrabi
    Blattgrün fein geschnitten
    Knolle in „dünnen Pommes“ geschnitten
  • 1 Stange Lauch
    Halbringe oder Rauten aus dem hellen Teil
    Feine Streifen aus dem Grün
  • 1 kleine Zwiebel in Würfeln
  • 1 kleine Karotte geraspelt
  • 150 g Sahne
     
  • 1 Stck griechischer Feta
    in 8 Teile geschnitten
  • Ei, Semmelbrösel,  Mehl zum Panieren
  • 1 schwarzer Rettich
    fein gehobelt/geschnitten
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Kohlrabi und Zwiebeln in einem Topf mit etwas Öl bei mittlerer Hitze anschwitzen. Direkt ein wenig Salz dazu, damit das Gemüse teils im eigenen Saft schmoren kann. Wir möchten hier wenig Röststoffe, sondern das Gemüse zärtlich zum cremigen Gaumenschmaus hin garen. Wenn die Zwiebeln glasig sind etwa 150 ml Wasser hinzufügen, Karottenraspel dazu, Deckel drauf und 5 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen bis das Wasser fast komplett verdampt und der Kohlrabi fast gar ist.  

Jetzt 150 ml Sahne dazu, den Lauch hinzufügen, umrühren und bei mittlerer Hitze leicht köcheln lassen. Falls nötig mit etwas Sahne oder Gemüsebrühe strecken oder mit, in kalter Flüssigkeit angerührter, Stärke andicken. Frische Petersilie, Salz, Pfeffer und Muskat nach Geschmack.  

Für die Feta Nuggets, die Stücke wie ein Schnitzel panieren. Zuerst in verquirltem Ei (für ein Päckchen Feta reicht ein Ei) wälzen, dann in Mehl und zum Schluss in Semmelbröseln. In reichlich Fett ausbraten bzw. frittieren. Zur Fetteinsparung geht das auch bei trockener Hitze im Ofen: etwa 10 Minuten bei 220 °C Umluft.

Den Rettich sauber bürsten, fein hobeln oder schneiden, salzen, mit etwas Öl beträufeln und ein paar Stunden ziehen lassen.

Das Kohlrabigrün und das Lauchgrün verwandeln wir in knusprige und dekorative Texturgeber für das Gericht. In einem Topf mit heißem Fett frittieren (besser auf mehrere kleine Portionen, das sprudelt ganz schön!). Sobald der anfangs große Blasenwurf beim frittieren - weil Sauerstoff und Wasser aus den Zellen austritt - zu einem ruhigen Blubbern geworden ist, mit einer Gitterkelle herausholen. Das dauert pro Frittiervorgang etwa 30 Sekunden beim Kohlrabigrün, etwa 2 Minuten beim Lauchgrün. Um perfekt knusprige Ergebnisse zu erzielen auf Küchenpapier legen, salzen und bestenfalls für etwa 10 Minuten im spaltbreit geöffneten Ofen bei 80 Grad nachtrocknen. Hier hilft ein Holzlöffel.