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Von Afrika nach Franken 

Andrew und Moresi lernen bei uns am Hof Bio-Landwirtschaft kennen 

Andrew und Moresi

Liebe Leute,

in den vergangenen Monaten hatten wir besondere Unterstützung bei uns am Baumannshof. Andrew und Moresi aus Uganda arbeiteten drei Monate lang bei uns mit. Die zwei jungen Männer studieren in ihrer Heimat Landwirtschaft, die Familie von Andrew baut unter anderem Kaffee an, während Moresi auf einer kirchlich geführten Farm arbeitet. Bei uns lernten sie kennen, wie Bio-Landwirtschaft in Deutschland funktioniert. 

So erlebten Andrew und Moresi teils ein ziemliches Kontrastprogramm. In Uganda werden häufig Chemikalien eingesetzt, um die Pflanzen vor Insekten zu schützen. Am Baumannshof sahen die Beiden, wie Gemüsebau ohne den Einsatz von Pestiziden funktioniert. Doch auch kulturell stellten die Beiden einige Unterschiede fest: So spiele sich das gesellschaftliche Leben in Uganda viel stärker und nicht zuletzt lauter auf den Straßen und öffentlichen Plätzen ab als in Deutschland. Warum allerdings Eis in Uganda als eine Speise für ausschließlich Kinder und Frauen gelte, blieb uns letzten Endes auch nach viel Austausch ein Rätsel.

Von den sich veränderten klimatischen Bedingungen, zunehmender Trockenheit sowie Starkregenereignissen wussten wiederum beide Seiten zu berichten. Besonderen Spaß machte Andrew und Moresi das Steuern der großen Traktoren, denn davon gibt es in Uganda nur wenige. 

Und es gab noch einen Punkt, der ganz anders ist als in ihrer Heimat: die Temperaturen. Denn diese sanken in der Zeit, in der sie bei uns waren, anfangs auf bis zu minus 6 Grad und Andrew und Moresi brauchten erst mal dicke Jacken und Handschuhe.

Andrew und Moresi kamen über ein Austauschprogramm, das die Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes, organisiert, zu uns. Neben der Landwirtschaft halfen sie auch beim Packen und Ausliefern der Ökokisten und erlebten so alle Bereiche bei uns am Hof kennen. Sie waren fester Bestandteil des Teams. Am Wochenende unternahmen sie häufig Ausflüge mit Familie Baumann, zum Beispiel ins fränkische Freilandmuseum oder auch die Allianz Arena München.

Inzwischen sind Andrew und Moresi zurück in Uganda. Doch ihr Besuch bei uns hallt nach. Sie wollen die hier erlernten Methoden an die Verhältnisse in Uganda anpassen. Wolfgang Baumann liebäugelt derweil mit einem Besuch in Uganda im Januar. Und wenn alles klappt, wie sie es sich wünschen, kommen die beiden ugandischen Landwirte erneut nach Deutschland, um hier weiter lernen zu können. 

Herzliche Grüße
vom Baumannshof