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Wir liefern Kreisläufe!

Mitarbeiterin packt Gemüse in grüne Kisten

Liebe Leute,

wenn sich alles in Kreisen bewegt, gehen wir noch längst nicht links oder rechts und drehen uns auch nicht im Kreis, sondern bewegen uns mit unseren Überzeugungen immer weiter kompromisslos geradeaus.

Denn wir als Ökokiste l(i)eben Kreise, genauer gesagt, Kreisläufe. Wenn wir darüber nachdenken, was sich bei uns alles im Kreis bewegt, fallen uns direkt unzählige Beispiele ein. Da sind zum einen die ganz offensichtlichen Kreisläufe: unser Kisten-Mehrweg-Kreislauf und der allgemeine Pfandkreislauf. Zum anderen verwenden wir auch Verpackungsmaterial wieder, so schreddern wir Kartonverpackungen und nehmen sie, um eure Waren in den Kisten abzupolstern. Aber auch unsere Liefertouren stellen einen Kreislauf dar, denn wir fahren keine Sterntouren, sondern Touren-Kreise, die von einer speziellen Software so ausgerechnet werden, dass wir am Ende keinen Kilometer zu viel fahren. Auf diesen Touren holen unsere Fahrer*innen zum Teil neue Waren direkt bei den Erzeuger*innen ab, die ohnehin auf der Strecke liegen. Und wir bewegen nicht nur unsere Waren ganz regional im Kreis, sondern erzeugen mit lokalen Handelsbeziehungen eigene regionale Wertschöpfungskreisläufe. Auch am eigenen Energiekreislauf arbeiten wir stetig weiter. Und auch im Kleinen finden wir unzählige Dinge, die sich bei uns im Kreis bewegen: die zahlreichen Rollen unserer Kistenförderbänder, die vielen Rollen unserer Ameisen und Rollis in der Packhalle und nicht zuletzt die vielfältigen neuen Kreislaufideen in den Köpfen unserer niemals stillstehenden Chefs…

Die eigentliche Grundlage unserer Kreisläufe ist aber die Kreislaufwirtschaft unserer Erzeuger*innen. Pflanzenbau und Tierhaltung sind hier eng miteinander verbunden: Das Futter für die Tiere bauen Bio-Landwirt*innen (wie Johannes Fetz aus Götteldorf) möglichst auf dem eigenen Betrieb an. Der Dung der Tiere in Form von Mist oder Gülle wird auf die Felder ausgebracht, macht den Boden fruchtbar und dient den Pflanzen als Nahrungsquelle. So befinden sich die im Dünger, Boden und Futter enthaltenen Nährstoffe in der Biolandwirtschaft in einem stetigen Kreislauf. Das trägt aktiv zur Bodenfruchtbarkeit bei. CO2 wird gebunden, das Bodenleben wird gefördert. Diesen Kreislauf haben die Erzeuger*innen natürlich nicht neu erfunden, sondern einfach von der Natur abgeschaut. Anbauen, der Natur Zeit zum Wachsen geben, ernten und dann wieder von vorne anfangen. Eben alles immer wieder im Kreis.

Inzwischen hat auch die Politik erkannt, dass eine Kreislaufwirtschaft sinnvoll ist, um zum Beispiel die europaweit rund 2,5 Milliarden Tonnen Müll pro Jahr zu reduzieren. Also weg von der Wegwerfgesellschaft. Die Idee der “Circular Economy” ist seit einigen Jahren im Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) gesetzlich verankert. Im Grunde tut die Politik also damit das, was wir immer schon gemacht haben. Sie fängt an, in sinnvollen, nachhaltigen Kreisläufen zu denken.

Noch sinnvoller wäre es natürlich, wenn wir von vornherein so produzieren, dass am Ende gar kein Abfall entsteht. Das hat der Chemiker Prof. Martin Braungart in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Architekten William McDonough bereits in den 90er-Jahren erkannt und den “Cradle to Cradle” Ansatz entwickelt. Idee dahinter sind geschlossene Stoffkreisläufe – Unternehmen machen sich also schon im Vorfeld der Produktion Gedanken, wie sie ihre Produkte so gestalten, dass am Ende alles vollständig wieder zu neuen Produkten wiederverwertet werden kann. Für die Herstellung nutzen sie erneuerbare Energien. Alles läuft also dauerhaft im Kreis. Der Ansatz wurde 2022 mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Nun aber genug von Kreisen, sonst drehen wir uns am Ende doch noch selbst im Kreis, lieber nochmal die Erinnerung an das kompromisslose geradeaus Gehen. Das tun auch die Erzeuger*innen mit ihren Produkten, die wir euch diesen Monat vorstellen. In nachhaltigen Kreisläufen kompromisslos Gutes tun. Also lasst uns gemeinsam etwas ins Rollen bringen und diese Erzeuger*innen unterstützen.

Euer Baumannshof