Beschreibung und Herkunft:
Die Avocado ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lorbeergewächse. Die Frucht hat historisch viele andere, heute seltene, Bezeichnungen erhalten wie etwa Alligatorbirne oder
Butterfrucht.
Der bis zu 15 Meter hohe Baum hat seinen Ursprung in Südmexiko. Die Spanier brachten die Avocado in die Karibik, nach Chile und Madeira, bis sie im Laufe des 19. Jahrhunderts Verbreitung
bis nach Afrika, Madagaskar, Malaysia und auf die Philippinen fand. Erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts aber wird die Avocado rund ums Mittelmeer angebaut.
Die Avocadofrucht, eine Beere, ist birnenförmig bis oval, je nach Art ist ihre ledrige Außenschale mittel- bis dunkelgrün (was ihr den Namen Alligatorbirne eingebracht hat); im Inneren
befindet sich ein Kern, der etwa golfballgroß wird. Das Fruchtfleisch ist grüngelb bis goldgelb und oxidiert zu einer dunklen Farbe, sobald es der Luft ausgesetzt ist – dies kann durch
schnelle Zugabe von Antioxidantien wie der in Zitronensaft enthaltenen Ascorbinsäure verhindert werden.
Avocados werden immer unreif geerntet, reifen aber problemlos nach. Reif sind die Früchte dann, wenn sich die Schale braun verfärbt hat und leicht eindrücken läßt.
Verwendung und Zubereitung:
Während die Schale und der Kern der Frucht nicht genießbar sind, ist das Fruchtfleisch um den großen Kern sehr nahrhaft. Roh erinnert der Geschmack an Nüsse. Gekocht wird sie bitter und
schmeckt nicht mehr so gut.
Das rohe Fruchtfleisch schmeckt pur, leicht gesalzen oder mit Zitronensaft beträufelt als Brotbelag. Bekannt ist auch die Verwendung als Guacamole, einer Avocadocreme, oder z.B. zerdrückt
und vermischt mit Olivenöl, Essig, Salz und Pfeffer als Salatsoße.
Avocados enthalten kaum Zucker und Fruchtsäure, sind jedoch mit bis zu 30 Prozent Fett sehr kalorienreich. Sie besitzen einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und liefern
Kalium und Vitamin E, Vitamin B2 und Vitamin B6. Die Anteil der Fette ist zwar hoch, aber diese gehören zu den gesunden Fetten, die alternativ zu tierischen Fetten in Wurst und Käse
verzehrt werden sollten.
Lagerung und Haltbarkeit:
Reife Früchte lagert man im Gemüsefach des Kühlschranks bei mindestens 6 Grad Celsius. Die Schnittflächen verfärben sich schnell schwarz. Mit etwas Zitronensaft lassen sich diese
Verfärbungen verhindern.