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Michael Käßer auf seinem Gemüseacker

Bioland-Gemüsebau Käßer

  • WO? Betzendorf, Heilsbronn
  • WAS? Kartoffeln, Lagergemüse
  • ÖKO-STANDARD? Bioland
  • WER? Friedrich Käßer

Kartoffeln und Gemüse aus Betzendorf bei Heilsbronn

Schon seit vielen Jahren ist der Bioland-Gemüsebau Käßer ein zuverlässiger Partner des Baumannshofs. In Betzendorf bei Heilsbronn bewirtschaften Michael Käßer und sein Vater Friedrich Käßer den Familienbetrieb. Der Schwerpunkt liegt auf dem Anbau von Kartoffeln und verschiedenem Gemüse, darunter Karotten, Pastinaken, Kürbis und unterschiedliche Kohlsorten.

Ökologischer Landbau aus Überzeugung

Bereits Anfang der 1990er-Jahre stellte die Familie ihren Betrieb auf ökologischen Landwirtschaft um. Damit bauten sie auch den Anbau von Gemüse und Sonderkulturen aus. Während anfangs noch Rinder zum Hof gehörten, konzentriert sich der Betrieb seit den 2000er-Jahren ganz auf den Acker- und Gemüsebau.

Für Michael Käßer ist die ökologische Landwirtschaft eine bewusste Entscheidung. Ihm ist wichtig, bei der Bewirtschaftung seiner Flächen verantwortungsvoll mit Boden, Wasser und anderen natürlichen Ressourcen umzugehen. Wie er das im Betrieb umsetzt, zeigen beispielsweise die durchdachte Fruchtfolge, die gezielte Bewässerung und die Blühstreifen auf seinen Flächen.

Gesunde Böden als Grundlage

Um die Böden mir Nährstoffen zu versorgen, arbeitet der Betrieb mit einem vierjährigen Turnus bei der Fruchtfolge. Jedes vierte Jahr bauen sie eine Leguminose wie Erbsen, Wicken und Ackerbohnen an. Diese Pflanzen können Stickstoff aus der Luft binden und tragen so zur Nährstoffversorgung des Bodens bei. Davon profitieren besonders die Kartoffeln, die im Folgejahr angebaut werden.

Neben der Bodenpflege achtet Michael Käßer auf einen gezielten Umgang mit Wasser. Bei Kartoffeln setzt er beispielsweise auf Tropfbewässerung. Das Wasser gelangt direkt dorthin, wo die Pflanzen es benötigen. Gleichzeitig bleiben die Blätter trocken, was das Risiko für Krautfäule verringert.

Gemüse im Rhythmus der Jahreszeiten

Neben Kartoffeln bauen Michael und sein Vater auch verschiedene Kohl- und Wurzelgemüsearten an. Wirsing und Rosenkohl lassen sie bis in den Winter auf dem Feld stehen. „Das Feld ist das beste Lager“, sagt Michael Käßer. So ernten sie das Gemüse nach Bedarf frisch, ohne dass dafür zusätzliche Kühlung nötig ist. Solange die Witterung es zulässt, natürlich.

Auch die Insekten finden auf seinen Flächen Platz. Selbst zusammengestellte Blühstreifen mit Malven, Sonnenblumen, Phacelia und Senf sollen Bienen und anderen Nützlingen Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten bieten.