Schrozberger Milchbauern
- WO? Hohenlohe, Schrozberg
- WAS? Milchprodukte, Milch, Käse
- ÖKO-Standard? Demeter
- WER? Genossenschaft
Über 100 Demeter-Höfe, Kühe mit Hörnern und eine Genossenschaft, die selbst entscheidet, wie sie wirtschaftet: Hinter der Schrozberger Demeter-Milch stehen bäuerliche Betriebe, die ihren eigenen Weg gehen. Gemeinsam bilden sie eine Genossenschaft. Und obwohl sie unter einem gemeinsamen Namen auftreten, ist jeder dieser Höfe anders.
Böden, Landschaft und regionales Klima bestimmen, was auf den einzelnen Höfen wächst und wie dort gewirtschaftet werden kann. Gerade diese Unterschiedlichkeit verstehen die Schrozberger Milchbauern als Teil ihrer gemeinsamen Identität. Nicht jeder Betrieb soll gleich funktionieren. Vielmehr soll jeder Hof mit seinen natürlichen Voraussetzungen arbeiten und dabei Teil einer starken Gemeinschaft sein, schreiben sie auf ihrer Webseite.
Als Genossenschaft bestimmen die Mitgliedsbetriebe selbst über ihre wirtschaftliche Entwicklung. Im Mittelpunkt soll dabei insbesondere die Qualität der Produkte stehen.
Bei einem Thema haben die Schrozberger Milchbauern eine besonders klare Haltung: „Das Horn gehört zur Kuh.“
Das Enthornen von Kälbern oder eine gezielte Zucht auf Hornlosigkeit kommen für die Betriebe nach eigener Aussage nicht infrage. Das hat Konsequenzen für die Haltung: Kühe mit Hörnern benötigen mehr Raum. Deshalb werden unter anderem größere Ställe und breitere Laufgänge geschaffen und das Herdenmanagement entsprechend angepasst. Oder, wie es die Schrozberger Milchbauern selbst zusammenfassen: „Wir passen unsere Ställe den Bedürfnissen der Tiere an und nicht umgekehrt.“
Demeter – seit 1974
Diese Haltung ist nicht erst in den vergangenen Jahren entstanden. Bereits seit 1974 setzen die Schrozberger Milchbauern vollständig auf Demeter. Verarbeitet wird ausschließlich Demeter-Milch, die auf den eigenen Höfen der Genossenschaft erzeugt wurde. Denn sie sind der Meinung: Gute Milch beginnt nicht erst in der Molkerei. Sie beginnt auf dem Hof – bei den Menschen, die täglich entscheiden, wie sie mit ihren Tieren, ihren Böden und ihrer Landschaft umgehen.